Gmundner Keramik · UNESCO Immaterielles Kulturerbe


Erste Funde zu einer weiß-blau gefärbten Keramik stammen in der Gegend rund um Gmunden im Salzkammergut aus dem Jahre 1600, woraus sich die typische Dekortechnik, das „Geflammte“ bzw. das „Gmundnerische Geschirr“ entwickelte. Typisch sind Muster in Schleifen oder Schlingen, in Streifen, Wellen oder Bögen. Die grüne Bänderung in Verbindung mit dem weißen Glasurgrund bildet das typische „Grüngeflammte“, das auf Geschirr und Dekorgegenstände angebracht wird.

Eine besondere Attraktion stellt das Keramik-Glockenspiel an der Fassade des Rathauses dar.

Zwar wurde das Spiel in Meißen gefertigt, jedoch in Gmunden mit dem allseits bekannten Muster „Grün-geflammt“ bemalt. Die verschiedensten Melodien klingen von der obersten Loggia des Rathauses herab, unter anderem die Titelmelodie der Fernsehserie „Schlosshotel Orth“.

Seit über 500 Jahren wird das Geschirr mit Kultstatus in Gmunden am Traunsee hergestellt.

Die edle Keramik ist der Inbegriff österreichischen Geschirrs und international begehrt. Das exquisite Geschirr hat längst in Restaurants und Hotels Einzug gehalten, und wird in Designershops als österreichischer Gruß angeboten. In verschiedenen Farben und Designs präsentiert sich die altösterreichische Tischkultur, das Aushängeschild wird jedoch immer das Grün-geflammte bleiben. Damals wie heute wird die Keramik im Salzkammergut von Hand hergestellt und bemalt. Viele Handgriffe sind notwendig bis die Unikate zum Verkauf fertig sind. Bei einer Führung durch die Manufaktur am Traunsee kann man sogar dabei zusehen.

Die Glöckchen die zu einer Art Wahrzeichen von Gmunden geworden sind, verzaubern den Rathausplatz mehrmals täglich mit ihren lieblichen Klängen.

Edle Tassen, Teller, Schüsseln und weiterführende Informationen erhält man direkt bei der Gmundner Keramikmanufaktur: www.gmundner.at

So einzigartig wie die Menschen, die es verwenden.